FORTBILDUNGSSEMINARE
KÖRPERORIENTIERTE TRAUMA-ARBEIT
Ein 16-tägiger Kurs in therapeutischer Selbstregulation,
Traumaheilung und chronischer Gesundheit
Die Arbeit mit Psychotraumata ist in den letzten Jahren zu einem sich schnell entwickelnden Arbeitsgebiet geworden, das von vielen Forschungs- und Fachrichtungen gespeist wird. Einflüsse aus der Neurobiologie, Prä- und Perinatalforschung, Entwicklungspsychologie, Bindungsforschung, Systemtheorie, sowie der Kinderforschung von Daniel Stern und Colwyn Trevarthen zeichnen sich klar ab. Erkenntnisse aus diesen Fachgebieten wirken zurück auf diverse Behandlungsverfahren der Tiefenpsychologie, Körpertherapien, Systemaufstellungen oder interpersonale Neurobiologie und erweitern unsere Möglichkeiten der Traumaheilung.
In diesem 4 x 4-tägigen Traumatraining liegt der Schwerpunkt im Erkennen und Aufbauen von Gesundheit, Selbstregulation, Anpassungfähigkeit und damit dem dauerhaften Herstellen von Lebensqualität. Durch die Qualität von Kontakt und Beziehungsfähigkeit wird ein verbundenes Klient-Therapeut- System geschaffen, das durch die Erweiterung des Selbst-Systems („expanded self“) Flexibilität, Adaption, Kohärenz, Energie und Stabilität ermöglicht und neurobiologische Modifikationen initiiert.
Hintergrund:
Traumata finden sich häufiger als üblicherweise angenommen. Vor allem in ärztlichen Kreisen werden die Langzeitfolgen von iatrogenen Traumata, Geburtsroutinen oder operativen Eingriffen viel zu häufig unterschätzt, da eine objektivierbare Wissenschaft das subjektive Erleben des Menschen zu sehr außer acht gelassen hat. Die Folgen von Entwicklungstraumata und Schocktraumata sind immer noch zu wenig bekannt. In der Psychologischen Praxis sind wir daher mit einer Vielzahl von Phänomenen konfrontiert, die nicht durch formalisierte Konzepte, Physiologie geleitete Techniken oder eindimensional orientierte Methoden geheilt werden können.
Kern gelungener psychotherapeutischer Traumabehandlung ist die interaktionelle Regulation des Autonomen Nervensystems und die Bahnung funktionaler corticolimbischer Regulations- und orbitofrontaler Integrationsmöglichkeiten. Einer Traumatisierung liegt ein Mangel an früher Selbstregulation zu Grunde, der die Möglichkeiten der Traumabewältigung dramatisch einschränkt. Die Selbstregulationsmöglichkeiten der Behandler, die Schaffung gefühlter emotionaler Sicherheit sowie die adäquate Steuerung von Intention, Aufmerksamkeit und non-verbalen, rechtshemisphärisch-orientierten Kontaktangeboten sind daher Schlüsselqualifikationen für Traumaheilung. Ebenso dringlich ist ein Verständnis von Trauma, das über die Diagnose von Posttraumatischer Belastungsstörung hinausgeht und tiefer liegende Entwicklungsstörungen und Vernachlässigungserlebnisse - und damit mangelnde Selbstregulationsmöglichkeiten - berücksichtigt.
Zielgruppe:
In einer globalisierenden Welt ist interdisziplinäre Kooperation und fachübergreifender Austausch essentiell. Deshalb wird für die Ausbildung eine interdisziplinäre Studiengruppe angestrebt, die sich aus unterschiedlichen Berufsgruppen zusammensetzt, so dass breites Erfahrungswissen aus unterschiedlichsten Berufskontexten eingebracht werden kann. Zugelassen werden: Ärzte, Psychologen, Lehrer, Hebammen, Sozialarbeiter, Körpertherapeuten, Heilpraktiker, hauptamtliche Seelsorger, Mütter und/oder Väter, Menschen in der Notfallversorgung und anderweitig sozial engagierte Berufsgruppen (auf Anfrage).
Teilnahmevoraussetzungen:
Psychologisch-psychotherapeutische Grundausbildungen erwünscht
Leitung:
Johannes Benedikt Schmidt
Dipl. Psych., M. A. Human Development, in eigener Praxis seit 1995, Gründer der Aptitude-Academy, Internationale Seminare, Promotionsstudent der Fielding Graduate University, Santa Barbara, CA, Author von Der Körper kennt den Weg. Trauma-Heilung und persönliche Transformation. (2008) München: Kösel.
Andrea M. Wandel
Heilpraktikerin, ausgebildet in Psychokinesiologie und Regulationsdiagnostik (Dr. D. Klinghardt), Neuraltherapie, Homöopathie, Psychotherapie, systemischer Aufstellungsarbeit, Craniosacraler Biodynamic, Mitbegründerin der Aptitude-Academy, Seminarleiterin, Mutter zweier erwachsener Töchter, Musikerin
Termine:
Die Fortbildung wird an folgenden Terminen durchgeführt:
2011:
24.03 27.03.2011
26.05 29.05.2011
30.06 03.07.2011
08.09 11.09.2011
Arbeitszeiten:
08.30 12.00 und 13.30 17.00 Uhr
Ort:
Benediktinerinnen-Abtei
Frauenwörth im Chiemsee
83256 Frauenchiemsee
Tel.: ++49 (0)8054 907 - 0
Web: www.frauenwoerth.de
Kosten:
Fortbildungsbeitrag Euro 3.900,00 inklusive Vollpension (Ayurvedische Küche) an allen Seminartagen.
Der Seminarbeitrag wird in 2 Raten erhoben.
Die 1. Rate in Höhe von Euro 2.400,00 ist zahlbar am 01.03.2011.
Die 2. Rate in Höhe von Euro 1.500,00 ist am 20.06.2011 fällig.
Rücktrittsbedingungen:
Ab 6 Wochen vor Trainingbeginn 50% des Teilnehmerbeitrages und ab 3 Wochen vor Trainingsbeginn werden 100% des Seminarbeitrages fällig.
Unterkunft:
im Seminarbereich der Abtei Frauenwörth in folgenden Zimmerkategorien:
Kategorie A (DU/WC, Seeblick)
• Einzelzimmer Euro 52,00 p.P. und Tag
• Zweibettzimmer Euro 42,00 p.P. und Tag
Kategorie B (DU/WC, Hofblick)
• Einzelzimmer Euro 42,00 p.P. und Tag
• Zweibettzimmer Euro 32,00 p.P. und Tag
Kategorie C (Etagen DU/WC)
• Einzelzimmer Euro 27,00 p.P. und Tag
• Zweibettzimmer Euro 22,00 p.P. und Tag
Preisangaben für Unterkunft ohne Gewähr, da mit geringen Preisanpassungen bis zum Jahr 2011 zu rechnen ist.
Bitte Zimmerwunsch bei Anmeldung angeben, da Zimmer nur gemeinsam über Aptitude Academy gebucht werden können.
Sonstiges:
Grundkenntnisse in Englisch sind für die Veranstaltung von Nutzen, da englischsprachige Materialen zur Anwendung kommen können.
Akkreditierung für Forbildungspunkte werden bei der zuständigen Psychologenkammer beantragt.
Anmeldungen bitte schriftlich an:
Aptitude Academy
Johannes Benedikt Schmidt
Auerstraße 7a
83707 Bad Wiessee
Germany
Mobil: ++49 (0)172 96 41 490
Email: info@aptitude-academy.com
